Da ist es, das neue Jahr. Nicht mit Pauken und Trompeten haben wir es hier empfangen, sondern mit Flammkuchen und einer Flasche Martini! Sind daheim geblieben und haben mit der Familie den Jahreswechsel gefeiert was sehr ruhig, nett und ein ganz klein wenig langweilig war, weil die älteren Cousins alle bei Freunden gefeiert haben und ich den Abend dementsprechend mit der jüngsten und ältesten Generation verbracht habe. Das war aber auch in Ordnung, die Flasche Martini hat geholfen ebenso wie die Tatsache, dass ich sowieso nicht in besonderer Halli-Galli-Stimmung war. 2009 ist also Vergangenheit, ich bin gespannt, was 2010 für mich bereit hält. Freue mich jetzt auf 6 weitere Monate USA, habe noch viel zu erleben, auch wenn ich mich momentan in Cleveland etwas mehr eingenistet habe als mir eigentlich lieb ist und eher wenig rumkomme. Das zweite Halbjahr wird dann sicher auch wieder spannend, ich will meine Examensarbeit angehen und werde dann wieder ins Studium einsteigen (müssen) und die Musik in Deutschland wieder aufnehmen, in welcher Form auch immer. Bis dahin ist aber noch ein halbes Jahr Zeit und ich gehe eines nach dem anderen an. Zunächst geht die Schule am Montag schon weiter, Ausschlafen ist nicht mehr, und ich habe noch 3 Wochen um Noten für das Halbjahr zu machen.Nun werdet ihr euch aber sicher wundern, was es mit dem Titel dieses Postings und dem Bild in Footballtrikot auf sich hat. Der erste Januar steht in den Staaten traditionell im Zeichen von College Football. Das ist in den USA wirklich ein großer Sport, überhaupt nicht vergleichbar mit deutschem Uni-Sport, auch wenn man Fußball zum Vergleich heranzieht. Im eher schnellebigen Geschäft des NFL-Profifootballs sind die Fans im College Football vielleicht eine Nummer tiefer verwurzelt und noch enger mit ihren Clubs verbunden. Für uns sind das natürlich die "Buckeyes" (Kastanien) der Ohio State University. Auf dem Bild trage ich ein Jersey im traditionellen Rot, das mir Onkel Bob schon im Oktober geschenkt hat. Immer an und um Neujahr spielen also diverse Uni-Teams in sogenannten Bowls gegeneinander, je nach ihrer Platzierung in ihren Ligen und Divisionen. Ohio State schaffte es dieses Jahr in einen der traditionsreichsten Bowls, den Rose Bowl in Pasadena (genannt "the granddaddy of them all", weil er der älteste Bowl ist) wo sie heute Abend auf den Gewinner der Pazifik-Liga, Oregon, trafen. Bisher hatte ich noch kein vollständiges Football-Spiel gesehen, die Regeln hab ich aber drauf und ein bißchen Taktik verstehe ich inzwischen auch. Der Rose Bowl, den Ohio State mit einem 26-17 Sieg für sich erklären konnte, war also mein erstes ganzes Football-Erlebnis. Obwohl ein Spiel nur 60 Minuten Spielzeit hat, dauert es dank zahlreicher Unterbrechungen über 3 Stunden bis ein Gewinner feststeht. Außerdem gab es vor dem Spiel in Pasadena auch noch einen großen, mehrere Stunden langen Umzug zum Rose Bowl, der dann natürlich auch noch geschaut wird. Langer Tag vor dem Fernseher also, und genau dort ist dann auch das Bild von oben entstanden. Wollte diesen Beitrag ja nicht ungeschmückt lassen.
Nun aber Football beiseite, ich wünsche euch allen ein frohes und segensreiches neues Jahr, viel Glück auf euren Wegen die wir dann ab Juli wieder zusammen gehen werden. Oder wie man in der Pfalz etwas prägnanter sagt: Proschd Neijohr! *hicks*
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