
Naja, fast! Aber Stichwort Countdown: Nach heute sind nur noch 15 Tage Schule übrig, nach fast einem Jahr ist das so gut wie gar nichts! Die Kids haben das natürlich auch schon mitbekommen und haben schon in den Ferienmodus umgeschaltet, wollen Spiele spielen und haben nicht mehr wirklich Lust was zu lernen. Wer solls ihnen auch verübeln? Nun kommen aber nächste Woche erst mal noch Tests in allen Klassen und dann machen wir Wiederholungsübungen um das Jahr irgendwie noch mal zusammenzufassen. Außerhalb der Schule passiert nun auch nicht mehr so viel, die Sportsaison ist komplett rum und die Kids (und ich) haben endlich mal freie Nachmittage!
Letzte Woche Montag stand also unser letztes Softballspiel auf dem Programm. Wir hatten uns fest vorgenommen zu gewinnen, nachdem wir alle Spiele zuvor verloren hatten. Leider standen die Chancen nicht allzu gut. Das Hinspiel gegen Lake Center hatten wir 14:2 verloren, allerdings fehlte unsere Pitcherin Lydia. So richtig wussten wir also nicht wie wir uns schlagen würden. Wir begannen gut, lagen nach 4 Innings mit 3:3 richtig gut, dann war aber irgendwie der Wurm drin und wir lagen nach der Hälfte des siebten und letzten Innings mit 14:6 hinten. Unglaublicherweise schafften wir es aber noch auf den allerletzten Drücker 9 Runs zu erzielen und gewannen knapp mit 15:14. Das hätte wirklich keiner mehr von uns erwartet, wir am wenigsten. Umso größer war dann natürlich die Freude über unseren ersten Sieg der Saison! Ich habe auch endlich mal meine Kamera mitgenommen und ich und Tante Karen haben ein paar Bilder gemacht. Eine Auswahl findet ihr im
neuesten Online-Fotoalbum.

Am Mittwoch kam dann Cyril aus Mainz in Cleveland an. Nachdem er sich einquartiert hatte, ließ ich ihn dann in gute Gastgebermanier erst mal alleine daheim und ging ne Runde ins Fitnessstudio. Er brauchte aber sowieso erst mal ein bißchen Zeit für sich um sich Einzunisten und nach einer Woche New-York-Hostel ordentlich zu duschen. Am Donnerstag fuhren wir dann nach einem halben Tag Schule nach Downtown Cleveland und besuchten die Rock Hall of Fame. Es war ganz interessant noch mal ins Museum zu gehen, aber absolutes Highlight war für mich das neue 3D-Kino in dem
ein extra aufgenommenes U2-Konzert gezeigt wurde. Der Sound war umwerfend und die Effekte einfach gigantisch! Nach dem Museumsbesuch lernte Cyril dann noch die Familie von Tante Nancy kennen die uns zum Abendessen eingeladen hatte. Freitag war dann der Junior-Senior-Prom, die CCS-Version von einem Abschlussball, ohne Tanz natürlich. Es versteht sich von selbst dass sich alle für das größte Frühlingsevent ordentlich schick machten, es wurden wieder viele Bilder gemacht, und die diesjährigen Abiturienten wurden geehrt (also in etwa so was wie ein Abschlussball, die offizielle Abschlussfeier mit Diplomen und allem drum und dran steht aber noch an). Für Cyril wurde es nach dem 3. Sketch, dem 2. Video und den Babybildern etwas langweilig und wir verließen die Veranstaltung etwas früher um uns für die Nachfeier

umzuziehen und fertigzumachen. Dazu trafen wir uns alle in dem Fitnessstudio in das ich auch gehe. Dort hatten sie das Schwimmbad und die Sporthalle für uns offen, wo Cyril Basketball und ich den ganzen Abend bis halb 2 nachts Volleyball gespielt habe. Ich habe schon viel zu lange nicht mehr gespielt habe ich da festgestellt und für den Sommer nehme ich mir vor öfter mal ein Spielchen zusammenzubekommen.
Am Samstag schliefen wir dann erst mal aus und gingen zusammen trainieren, machten ein paar Erledigungen und gingen mit Erika und Freundinnen auf ein Straßenfest (leider keinerlei Vergleich zu deutschen Festen). Der Abend wird Cyril dann aber sicher noch mal richtig in Erinnerung bleiben, da Omi und Opi auch noch einen Schweizer Freund zu Besuch hatten, wurde kurzerhand die gesamte Familie samt Schwiegerleute, Großonkel und -tanten und allem was noch aufzutreiben war zum Grillen eingeladen. Typischer Gerent-Familienwahnsinn also und ein würdiger Abschied an Cyrils letztem Abend. Bevor er sich aber auf den Weg nach Knoxville, TN zum Wandern machte schleppte ich ihn natürlich noch mit in die Kirche, wo er mit einer ebenso würdigen Sünden-Predigt bombadiert wurde. Begeistert war er glaube ich nicht, und für mich war es ein seltsamer Impuls mal wieder jemandem sehr glaubenskritischem zu begegnen.
Am Montag begann dann jedenfalls die erste richtig entspannte Woche seit langem. Ohne französischen Gast, ohne Chor, ohne Softball, einfach nur Schule und freie Nachmittage. Die verbringe ich meist im Fitnessstudio, im Internet, mit der Familie, oder beim Kochen... Nichts spannendes also. Gestern habe ich mir aber einen großen Traum erfüllt. Davon berichte ich dann aber persönlich wenn ich wieder zu Hause bin. In weniger als 6 Wochen also...
Daniel, ich bin gespannt auf deinen erfüllten Traum und freue mich schon, dass du bald wieder da bist! ;o)
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