Montag, 19. Oktober 2009

When the headache is over...

Was eine Woche! Nach ungefähr zwei Ibuprofen pro Tag bin ich endlich fertig mit der Woche und der Welt. Täglich 3 Stunden Probe oder Konzert sind einfach too much für mich momentan mit der Schule und allen Verpflichtungen. Dazu kommen dann jedes mal noch 3 Stunden für Hin- und Rückweg, ständig im Auto, am Umziehen und Singen geht irgendwann ganz schön auf die Nerven. Eines muss man dem Ganzen aber lassen: Schön wars! Obwohl ich Donnerstag und Samstag mit mir selbst nicht ganz zufrieden war, war das Orchester natürlich unglaublich in der Art und Weise, wie es Brahms’ deutsches Requiem spielte. Einfach ein wundervolles Stück Musik, aber die Euphorie, die Beethovens Neunte freisetzte gab es nicht. Dafür ist es einfach das falsche Stück. Samstag war aber wirklich hart. Nachdem wir zu Zachs 13. Geburtstag nachmittags Football spielten war es fast unmöglich, abends die Augen offen zu halten. Während dem Aufwärmen bin ich tatsächlich auch mal kurz eingenickt und das Konzert selbst war ein reiner Kraftakt. Dafür war der Bariton aber ganz ausgezeichnet, die Sopranistin hat geschleppt, der Chor hat donnerstags etwas die Intonation verloren, alles ganz normal also, vielleicht nur in einem etwas größeren Rahmen.

Wollt ihr dann mal raten, wie ich meinen „freien Abend“ am Freitag verbracht habe? Richtig, mit Singen! Um Geldmittel für die Schule aufzutreiben wurde ein Herbstbankett mit großer Auktion veranstaltet. Es gab Ferien in Florida zu ersteigern, Nippes, Football-Tickets, Schaukelstühle, Präsentkörbe und alles Mögliche. So kamen wohl um die 20.000 $ zusammen. Ich wurde dann mal wieder gefragt, zu singen. Immerhin hatte ich eine ausgezeichnete Pianistin an meiner Seite, was meine Aufregung nicht wirklich minderte. Beim Lord’s Prayer war der erste, ruhige Teil ganz furchtbar weil ich so aufgeregt war. Erst als ich dann im zweiten Teil in meine Wohlfühllage (hoch) und –dynamik kam (laut) ging es mir besser beim Singen. Wurde dann auch ordentlich beklatscht und Schulter geklopft, aber den einzigen Brahms-freien Abend der Woche hatte ich mir etwas geruhsamer vorgestellt.

In der Woche des Singens kam dann am Freitag außerdem noch dazu, dass ich die Musik im Schulgottesdienst beisteuerte. Lief ganz ordentlich, die christlichen Songs hier machen tatsächlich Spaß zu singen und sind nicht vergleichbar mit unseren Gesangbuchnummern. Als besonderes Schmankerl hatte ich auch ein deutsches Lied dabei (Komm, Herr, segne uns), für das ich eine Übersetzung gefunden habe, die ich dann mit den Kids zusammen sang. Wer mal in die amerikanischen Songs (eigentlich ist einer australisch, aber das nur am Rande) reinhören möchte, kann hier „The Stand“ und hier „O, Praise Him“ hören.

Jedenfalls war die Woche und das Wochenende zwar ereignisreich und stressig, aber nicht wirklich spannend und zu viel zu berichten... Bilder hab ich auch keine. Würde euch ja gerne wieder welche anbieten können, aber diese Woche gab es einfach keine.

Heute ist also endlich Montag, die Konzerte sind vorbei und ich (noch) nicht krank; die Sonne kam mal wieder raus, ich hab keinen einzigen Abendtermin in Aussicht und hab endlich mal wieder ein bisschen Zeit für mich. Hatte ich erwähnt, dass seit diesem Wochenende zwei meiner Cousins hier 21 sind und damit Alkohol trinken dürfen? Ich glaube, die Woche wird gut...

1 Kommentar:

  1. schande über mein haupt! morgen schaff ich es mit der mail, bin schon wieder aufm sprung!

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