Montag, 17. August 2009

City of Brotherly Love

Gleich zu Beginn muss ich mich entschuldigen: Der Blog wird heute etwas kürzer ausfallen, da ich heute ziemlich platt bin (dazu später mehr) und ich morgen schon um 5:30 Uhr wieder aufstehen muss (auch dazu später mehr). Aber eins nach dem anderen...
Nach dem Fährtrip am Donnerstag haben wir es uns für zwei Tage in New Jersey gemütlich gemacht. Ausschlafen war mal bitter nötig, und ich bin endlich ganz in der Eastern Standard Time angekommen. Freitags abends sind wir dann nach Morristown (eine Stunde) gefahren um Sushi zu essen, das nicht nur in riesigen Mengen aufgetischt wurde, sondern auch noch ganz fantastisch schmeckte. Samstags ging es zum Grillen zu den ehemaligen Nachbarn der Boughs (wieder über eine Stunde). Sehr liebe Leute, der Abend wurde sehr amerikanisch, es wurde über die neue Obama-Care gestritten und über illegale Einwanderer diskutiert.
Für euch sicher interessanter ist dann aber der Sonntag. In dreistündiger Fahrt (nur Hinweg natürlich) ging es in die ehemalige Hauptstadt der Staaten, Philadelphia. Dort besuchten wir natürlich Independence Hall, wo sowohl die Unabhängigkeitserklärung, als auch die Verfassung der Vereinigten Staaten entstanden (nennen wir es mal so, das ist die Kurzform für Nicht-Historiker). In einem Land, das zwar die älteste Demokratie, aber auch nur eine der jüngsten Geschichten zu bieten hat, sticht Philadelhia durch seine zahlreichen historischen Gebäude und Schauplätze hervor. Überall spürt man den Geist der Revolution, und für mich als Amerikanist war es ein absoluter Höhepunkt, die Original-Verfassung ausgestellt zu sehen. Natürlich haben wir neben dem ganzen History-Sightseeing (Bilder übrigens hier!) auch ein Philly Cheesesteak gegessen und sind durch die Stadt spaziert. Dass es dabei über 100° hatte (F natürlich!) tat meiner guten Laune jedenfalls keinen Abbruch, auch wenn 6 Stunden Autofahrt für maximal 6 Stunden City ganz schön schlauchen können. Wie immer hat man in so großen Städten auch das Gefühl, nur annähernd an dem gekratzt zu haben, was man alles hätte sehen können. Ein wunderbarer Ausflug war es jedenfalls!
Nun zu heute. Wie immer ging es früh los, der Wecker (bzw. Haralds Faust an meiner Tür) ging um 6:20 am, und eine Stunde später saßen wir im Auto auf dem Weg zum Delaware River, der mit 595 km noch ein wenig länger ist als die Mosel. Mit dem Kanu und einem Kajak (zunächst Deirdre, dann die letzten 4 Meilen ich) fuhren wir 16 Meilen den Fluss herunter, picknickten, saßen auf Steinen im Wasser, meisterten Stromschnellen (okay, so spektakulär wars nicht, aber man wurde schon gut durchgeschüttelt und nass) und hatten eine gute Zeit. So wie es momentan aussieht, dürfte ich mir auch ein bißchen die Rübe verbrannt haben, aber das gehört wohl einfach dazu bei diesem Wetter, vermute ich. Das ist also der eingangs erwähnte Grund für meine Müdigkeit jetzt, nach knapp 7 Stunden auf dem Fluss ist man einfach platt, auch wenn wir es ganz gemütlich haben angehen lassen.
Morgen steht dann New York City auf dem Programm, deswegen das frühe Aufstehen, Harald nimmt mich mit zu seiner Arbeit nach Clifton, NJ, von wo ich dann einen Bus in die Stadt nehme. Dort habe ich mir ein ziemlich umfangreiches Programm vorgenommen, von dem ich dann am Mittwoch oder Donnerstag berichte. :)
Bilder von Philly und dem Delaware gibt es wie schon beim letzten mal hier.

3 Kommentare:

  1. Oh mann - wenn man deinen und Denise' Blog liest, kann man soooo neidisch werden!
    V.a., wenn man selbst nur am Schreibtisch sitzt und Literatur wälzt ...

    Wünsch dir einen schönen Tag in N.Y.!
    Liebe Grüße aus der Pfalz!

    Küssje, Silke

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  2. Oah! Du hast diese "LOVE"-Dinger gesehen! ;) Die sind mir 'ne Woche lang entgangen. :( Und die Library mit der originalen DoI war jetzt ja auch wieder auf - sehr cool! :)

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