Freitag, 14. August 2009

Sweet Land of Liberty...

...of thee I don't sing. Jedenfalls hatte ich noch keine Gelegenheit hier, meine Stimmbänder mal zu ölen. Vermisse das Singen, wird Zeit, dass ich an der Schule den Musikraum entern und üben kann. Hier würde es wahrscheinlich auch keinen stören, aber ich muss mich jetzt nicht unbedingt in den Garten stellen und die Nachbarschaft mit meinen Gesangsübungen unterhalten.
Heute bin ich jedenfalls endlich voll in der Eastern Standard Time (6 Stunden zurück) angekommen, konnte mal voll ausschlafen und sitze jetzt auf der wunderbaren Terasse, genieße die Sonne, sortiere Fotos, chatte und blogge.
Gestern sind wir früh aufgestanden, um Liberty und Ellis Island zu besuchen. Von New Jersey aus hat man zwar keine Wartezeiten bei den Tickets und für die Fähre, aber wir wollten früh los, um möglichst viel Zeit dort zu haben. Außerdem war es mal wieder eine eineinhalbstündige Fahrt nach Jersey City. In der Zeit kann man in Deutschland ganze Bundesländer durchqueren. Anfangs hatten wir noch überlegt, den Trip zu verschieben weil es in Strömen regenete, aber wir haben uns dann ein Herz gefasst und sind los, immerhin war ich mit waschechten Irish-Americans unterwegs, da machen doch so ein paar Tropfen nichts. An der Küste angekommen war das Wetter dann auch entschieden besser, aber den ganzen Tag über war es diesig und hat immer mal wieder genieselt. Daher sind die Bilder, die ich gemacht habe auch recht düster ausgefallen, wer will, kann sie sich aber trotzdem hier ansehen.
Zunächst ging es auf Ellis Island, der Insel, durch die die Millionen Immigranten geschleust wurden, die um die Jahrhundertwende Amerika erreichten. Hier wurden medizinische Untersuchungen, Tests über den Geisteszustand und alles mögliche durchgeführt. Es war wirklich interessant, das alles nachzuverfolgen, und auch den deutschen Wurzeln in Amerika nachzugehen.Von dort ging es dann aber endlich zu Lady Liberty, der großartigen Freiheitsstatue. Aus der Nähe ist sie tatsächlich noch beeindruckender als man denken würde. Auch als Nicht-Amerikaner darf man da dann mal die Nationalhymne summen und sich sehr patriotisch fühlen. Als globales Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit übt sie eine unglaubliche Anziehungskraft auf Menschen aus aller Welt aus, was sich an der Vielfalt der Touristen zeigte. Um auf die Besucherplattform am Fuß der Statue zu kommen, mussten wir dann auch einige Zeit anstehen, aber es lohnte sich, vor allem wegen des angeschlossenen Museums.
Während ich es also heute gemütlicher angehen lasse, bin ich auch am Mittwoch sehr früh aufgestanden. Um Haralds Pick-Up Truck aus der Werkstatt abzuholen, mussten wir im Endeffekt nur zwei Städte weiterfahren, wegen der schlechten Verkehrsanbindung aber einen Umweg über New York State machen. Jedenfalls durfte ich dann Frances Ford Explorer auf dem Weg heim fahren, mein erstes aber sicher nicht letztes Erlebnis mit Automatik. Jedenfalls sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen für deutsche Verhältnisse echt lächerlich und man muss sich beherrschen, nicht drüberzugehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Als wir daheim waren mussten wir das Heck von Haralds Truck zusammenschrauben und konnten dann um 15 Uhr endlich los um Kanu fahren zu gehen. Bei bestem Wetter sind wir 3 Stunden auf dem Monskville Reservoir gepaddelt, haben die Natur genossen und ich habe einige Kanu-Techniken gelernt. Harald ist ein sehr geübter Fahrer und ich vermute, ich hab ihn mit meinem Gepaddel anfangs eher behindert als geholfen voranzukommen. Mit der Zeit hatte ich aber den Dreh raus und fühle mich nun ganz gut vorbereitet für den Delaware River, wo wir am Montag einen Tag lang fahren werden.
Auch davon gibt es natürlich Bilder, genau so wie erste Eindrücke von Montag und Dienstag. Ihr könnt sie in meinem Picasa-Album anschauen.

7 Kommentare:

  1. Oh, wie cool! Dazu fällt mir jetzt spontan nur ein neidisches

    http://bit.ly/14KdTM

    ein. ;) Wie immer super geschrieben, freue mich schon sehr auf weitere Berichte! :)

    Liebe Grüße
    Jano

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  2. Daniel forgot to mention that he also had to make dinner after the canoe trip - Spaetzle-
    Wednesday he had to earn his keep!

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  3. Ellis Island ist wirklich klasse, ich bereue auch immer noch nicht, dass wir im Februar unseren einzigen freien Tag dort verbracht haben.
    Klingt ja auf jeden Fall so, als hättest du ne Menge Spaß, bevor dann demnächst der Ernst des Lebens wieder losgeht. :-)

    LG
    Katharina

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  4. Uii, das hört sich toll an! *auch-mag*
    Wenn du dann heimkommst, starten wir unsere zweite Paddeltour hier und dann musste natürlich mitkommen!
    Küssje, Silke

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  5. Das sieht ja aus als ob du mit deinem Dopeelgänger paddelst....

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  6. hm die freiheitstatue mag ja imposant sien... aber man sollte nie vergessen, dass sie ein geschenk der *hust* FRANZOSEN war... ;)

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